Ein gigantisches 40 Milliarden-Dollar-Projekt

Einwandfreier Grip und eine perfekt ebene Asphaltdecke warteten beim letzten Rennen der Formel 1-Saison 2009 auf die Piloten. Sie gingen am 1.November zum ersten Mal in Abu Dhabi an den Start. Die nagelneue 5,5 km lange Rennstrecke mit Namen „Yas Marina Circuit“ entstand unter intensiver Mitwirkung zahlreicher Straßenwalzen der Tirschenreuther Hamm AG.

Die neue Grand-Prix-Strecke ist Teil eines gigantischen 40 Milliarden-Dollar-Projektes auf der Halbinsel „Yas“, mit dem Abu Dhabi sich als Urlaubsparadies etablieren möchte. Bei zahlreichen Bauten vertrauten die Mitarbeiter von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi, auf Technik und Know-How aus Deutschland. Die deutsche Baufirma Bickhardt aus Kirchheim, verantwortlich für den Bau der Asphaltdecken, setzte kompromisslos auf Qualität und nahm nagelneue Hamm-Walzen mit an den Persischen Golf. Seit Herbst 2008 waren die Oberpfälzer Walzen dort im Einsatz. Sie verdichteten die Trag-, Binder- und Deckschicht auf der Rennstrecke mit Ausrollzonen, im Fahrerlager und auf allen Rettungswegen sowie sämtlichen Straßen und Parkflächen auf der neu erschlossenen Halbinsel. Insgesamt haben die 7 Asphaltwalzen in Abu Dhabi aus 210.000 Tonnen Asphalt 750.000 m² Asphaltfläche hergestellt.

Die 50°C-Marke

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Bau der obersten Asphaltschicht, der so genannten Deckschicht, auf der Rennstrecke. Sie wurde in den ersten Augusttagen eingebaut. Weil im Sommer die Temperaturen tagsüber regelmäßig die 50°C-Marke überschreiten, verlegte man die Arbeiten in die „kühlen“ Nachtstunden. Hamm-Mitarbeiter Wolfgang Schlicht aus Friedenfels hielt die spektakuläre Baustelle bildlich fest und erlebte in dieser im doppelten Sinne „heißen“ Phase mit, wie der neue Parcours den letzten Schliff erhielt: „Es war sehr beeindruckend, die vielen Hamm-Walzen zu Beginn der Nachtschicht auf der Rennstrecke zu sehen. Aufgereiht wie die Rennautos standen sie zwischen den riesigen Tribünen und warteten auf das Startsignal. Dann arbeiteten Männer und Maschinen die ganze Nacht ohne Pause im hellen Flutlicht.“ Aber auch auf dem Weg von und zur Strecke schlug sein „Hammerer“-Herz höher, denn außerhalb der Rennstrecke wimmelte es ebenfalls von Baumaschinen aus der Oberpfalz. Diesmal waren es arabische Firmen, die mit ihren Hamm-Walzen neue Zufahrtstraßen für das Rennen am 1. November verdichteten.

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